Aktiver Tierschutz Steiermark beinahe allein auf weiter Flur
Am Samstag, den 05.08.2012, um etwa 17 Uhr erhielt der Aktive Tierschutz Steiermark einen Anruf von der Polizeiinspektion Bruck an der Mur, die einen Findlingshund aufgegriffen hatte und an und für sich die Unterbringung im nächstgelegenen Tierheim geplant hatte. Allerdings konnten die Beamten dort niemanden erreichen.
Dies ist kein Einzelfall - Beispiele der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass vor allem nachts und am Wochenende kaum ein anderes Tierheim außer der Arche Noah erreichbar ist, welches Findlinge aufnehmen oder andere dringliche Fälle behandeln kann. Von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens, sowie an Wochenenden und Feiertagen ist die Tierrettung des Aktiven Tierschutz Steiermark über nachfolgender Telefonnummer jederzeit erreichbar: 0676-5508943. Die Tierrettung, die 24 Stunden pro Tage und sieben Tage in der Woche im Einsatz ist, ist vor allem für Notfälle gedacht, allerdings bemüht sich der Tierrettungsfahrer auch gerne alle Fragen rund ums Tier zu beantworten und ist u. a. auch für Findlingsmeldungen zuständig. Da außer der Tierrettung der Berufsfeuerwehr Graz, keine vergleichbare Einrichtung in der Steiermark existiert, häufen sich die Fälle, v. a. auch deswegen, weil die Tierrettung der Berufsfeuerwehr nur für verletzte Tiere ausrückt und das auch nur, wenn es innerhalb von Graz ist. Aufgrund dieser Sachlage sind die Kapazitäten beinahe erschöpft und trotz vollstem Einsatz und größtem Bemühen müssen sich unsere Tierrettungsfahrer auch immer wieder beschimpfen lassen, da Menschen nicht verstehen können, dass die Tierrettung nicht auf der Stelle vor Ort erscheinen kann. Zum einen ist nur ein einziger Fahrer im Dienst und zum anderen haben Notfälle immer absoluten Vorrang.
Was die Öffentlichkeit auch nicht zu wissen scheint, ist, dass es sich hierbei um eine freiwillige Einrichtung des Aktiven Tierschutz Steiermark handelt, die n i c h t vom Land gefördert wird. Wir bitten daher an dieser Stelle um Verständnis, dass wir nicht alle Anliegen gleichzeitig abhandeln können, da ein so großes Gebiet wie die Steiermark beinahe ein Fass ohne Boden ist …. Offen ist auch, wie das in Zukunft ohne Unterstützung vom Land in Hinblick auf die drastisch sinkenden Förderungen der letzten Jahre für Tierheime, weitergehen soll.
08.08.2012
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