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Tierrettung des Aktiven Tierschutz Steiermark im Einsatz für Jungtiere

Der 02. Mai 2012 steht beim Aktiven Tierschutz Steiermark - ganz der Jahreszeit entsprechend - im Zeichen der Jungtiere.

Bereits früh morgens war der Tierrettungsfahrer des Aktiven Tierschutz Steiermark unterwegs, um ein Eichhörnchenbaby im oststeirischen Ratten abzuholen, welches am Vortag von einer Katze vor die Haustüre ihrer Besitzer gelegt worden war.

Der putzige Nager hatte dabei glücklicherweise keine Verletzungen erlitten. Die Finder umsorgten das Eichhörnchen mit großem Engagement und trugen es sogar in einem Babytuch mit sich herum, damit das Kleine Körperwärme spüren konnte. Alle Bemühungen das Tier zu füttern, misslangen leider, trotz genauester Internetrecherchen in dieser Sache. Der Tierrettungsfahrer brachte den kleinen Findling auf schnellstem Wege zu Frau Grossmann vom „Verein für kleine Wildtiere in großer Not“, wo das „Flaschenkind“ ab sofort alle zwei Stunde gefüttert werden muss.

Um ca. 9.00 früh kam die nächste Meldung in Sachen Jungtier. In Unterpremstätten, in der Doblerstraße, war ein Marder vom Dach gefallen. Die Anruferin deckte den noch jungen Marder mit einem Wäschekorb zu und schützte diese provisorische Unterbringung mit 2 Schirmen vor der Hitze. Als der Tierrettungsfahrer eintraf, hatte der kleine Kerl auch schon eine Mahlzeit, bestehend aus Katzenfutter, eingenommen.

Auf den ersten Blick konnten keine Verletzungen festgestellt werden, das Jungtier wurde wiederum zur genaueren Beobachtung zu Frau Großmann gebracht.
Im Laufe des Tages wurde dann auch noch ein beinahe erst 2 Wochen alter Marder auf skurrile Weise gefunden. In einer KFZ-Werkstätte in Dobl wurde der kleine Kerl, der seine Augen noch nicht einmal geöffnet hatte, bei einer Motorblockreinigung unsanft aus seiner „Unterkunft“ befördert. In Frohnleiten brachte dann auch noch ein Golden-Retriever seinem Herrl einen jungen Marder, der zum Glück wiederum keine Verletzungen davontrug. Auch bei diesen Fällen ging es ab zur Frau Grossmann.


Als Draufgabe wurde in Feldkirchen gemeldet, dass die Hauskatze einen jungen Feldhasen „riss“ – Originalton. Als unser Tierrettungsfahrer eintraf, hatte die Katze bereits den nächsten Junghasen gebracht.

Die zwei unverletzten Kleinen wurden dann auf schnellstem Wege zu Frau Grossmann gebracht, die ob dieser Vielzahl an Jungtieren langsam ins Verzweifeln geriet.

Auch aus dem Nest gefallene Vögel erfordern immer wieder den Einsatz der Tierrettung.

Grundsätzlich gilt aber, aufgefundene Jungtiere in Ruhe zu lassen, ein Eingreifen ist erst notwendig, wenn nach längerer Beobachtung feststeht, dass das Jungtier wirklich verlassen wurde, krank ist oder Gefahr in Verzug ist, z. B. durch Straßenverkehr oder eine herannahende Katze.

03.05.2012