Unser Pferdehilfe-Mitarbeiter Werner Harrer berichtet
Es erstaunt viele Tierfreunde, dass der Aktive Tierschutz Steiermark auch 153 Pferde betreut, die alle aufgenommen werden mussten, weil sie schlecht gehalten wurden, geschlachtet werden sollten oder weil ihre Besitzer sich aus verschiedensten Gründen von ihnen trennen mussten.
Unsere Mitarbeiter Werner Harrer und Brigitte Amon betreuen diese 153 Pferde. Werner Harrer macht das ehrenamtlich und mit viel Engagement. Als ausgebildeter Pferdesamariter ist er auch fachkundig und im Umgang mit den Pferden mehr als versiert. Aber lassen wir ihn heute selbst berichten:
„Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit bin ich tagtäglich ehrenamtlich für die Tierschutzpferde unterwegs. Die Gnadenhöfe, auf denen die Pferde eingestellt sind, sind weit verstreut und ich lege monatlich viele Kilometer zurück, erledige aber auch Verwaltungsarbeiten im Tierheim. Die erste Mai-Woche war eine besonders arbeitsintensive Woche, wobei es drei besonders traurige Ereignisse gab, denn drei unserer Schützlinge mussten eingeschläfert werden. Unsere Schützlinge sind meist ja sehr betagt und so hat eines unserer besonders alten Pferde eine Kolik leider nicht überlebt, ein anderes, sehr altes Pferd, starb an Altersschwäche. Ein drittes musste nach einer irreparablen Verletzung eingeschläfert werden. Das sind Ereignisse, die mich sehr belasten, aber ich habe die Gewissheit, dass es die Pferde bis zuletzt schön gehabt haben.
In der ersten Mai-Woche haben wir aber auch bei 22 Pferden die Hufpflege durchgeführt und 9 Pferde Tetanus geimpft. Zwei Tierschutzpferde konnten wir wieder vergeben, da gab es intensive Vergabegespräche und auch beim Transport werde ich dabei sein.
Natürlich gibt es gerade bei Pferde auch immer wieder ungewöhnliche Vorkommnisse, wie etwa jenes bei dem ein älteres Pferd beim Wälzen in der Wiese so unglücklich zu liegen kam, dass es nicht mehr selbst aufstehen konnte. Ich eilte spätabends zum betreffenden Gnadenhof und half mit, dass Pferd mittels Stricken wieder auf die Beine zu bringen. Es hat alles gut überstanden. Diese Arbeit macht mir viel Freude, denn Pferde gehören zu den edelsten Geschöpfen der Natur, oft aber auch zu den Ärmsten und für die sind wir ja da!“
8. 6. 2011
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