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Wieder keine Verbesserungen für die Wiener Fiakerpferde

In Graz konnte Präsident Herbert Oster durch den Ankauf der beiden einzigen Fiakerpferde erreichen, dass es nun endlich keine dieser armen Geschöpfe mehr auf den Straßen gibt. In Wien sieht das anders aus: Das Fiakergewerbe ist ein blühendes Geschäft – zu Lasten der vielen armen Pferde, die bei jeder Witterung, ob Hitze, Eiseskälte, Regen, Schnee gedankenlose Touristen durch Wien karren müssen.

Die rot-grüne Wiener Stadtregierung hat nun einen Entwurf zu einer Novelle des Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes herausgebracht und man erwartete sich Verbesserungen für die Tiere. Die sind aber ausgeblieben! Als einzige tierschutzrelevante Änderung sind  Wasseranschlüsse und Kübeln auf allen Standplätzen vorgeschrieben. Eine Verkürzung der Arbeitszeit der Tiere, Schattenplätze oder Futteraufbewahrungsvorrichtungen sind nach wie vor nicht vorgesehen.

Generell kann von Tierschutzseite aus nur das absolute Verbot von Fiakerpferden in Wien gefordert werden, denn die Ausnutzung und der Missbrauch dieser Tiere bleibt immer gegeben, solange sie durch die Strassen Wiens laufen müssen.

Präsident Herbert Oster richtete abermals ein Schreiben an Bürgermeister Häupl und deponierte die Forderung nach einem Fiakerverbot und betonte, dass eine „Touristenattraktion“ niemals rechtfertige, dass Tiere ausgenutzt und missbraucht werden und leiden müssen.